KdF Seebad Prora

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Ursprünglich viereinhalb, heute noch zweieinhalb Kilometer lang und nur 150 Meter vom weißen Strand entfernt, das KdF Seebad Prora. Den längste Häuserblock der Welt findest Du am Strand von Prora. Zudem unweit von Binz auf der Insel Rügen.

KdF Seebad Prora
KSf Seebad Prora mit Blick zur Ostsee

Die deutschen Nationalsozialisten ließen ihn als KdF Seebad mit 10 000 Zimmern á 10,5 Quadratmeter als Erholungsstätte für mehr als 20 000 Menschen bauen. „Kraft durch Freude“ sollte her – aber der Weltkrieg kam dazwischen – und danach 30 Jahre Nutzung durch das DDR-Militär.

Vor einigen Jahren sah das KdF Seebad noch so aus. Weshalb viel Geld und Energie in die Restaurierung gesteckt worden ist.

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KdF Seebad Prora nach der Wende

Nach der Wende setzte der Verfall ein, dennoch gab es bereits Nischen-Biotope. So entstanden Geschichtsvereine, Kulturinitiativen, kleine Cafés, Keramikwerkstätten und Künstlerateliers. Zum Beispiel findest Du auch hier die Jugendherberge Prora.

Peu à peu werden die Blöcke saniert, noble Ferienwohnungen ziehen ein und die Immobilienbranche feiert mit Eigentumswohnungen gute Erfolge. Klubs, Restaurants und Hotels quartieren sich ein.

Urlaub zwischen Bauschutt und Luxus

Jedes Jahr besuchten jährlich zudem siebzigtausend Besucher Prora. Die von der Geschichte des Ortes angezogen wurden. Sie nahmen Prora einerseits als bizzarsten Ort an der Ostsee und andererseits als traumhaft schönes Feriendomizil war. Mit wunderbaren weiten Ausblicken über das Meer.

Wer heute Prora besucht, muss mit Gegensätzen leben. Vorne die Ostsee, hinten die langwierige Großbaustelle. Was 1936 mit dem Traum der Nazis begann, wird mehr als 80 Jahre später vollendet. Dabei ist die Aufmerksamkeit für den „Koloss von Prora“ groß. Vielen ist das KdF Seebad Prora durchaus ein Begriff und deshalb für Investoren schon die halbe Miete.

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KDF Seebad Eigentumswohnungen im Bau

Einhundert Millionen Euro kostet das geplante Bauprojekt. In dem mehr als 500 Meter langen Block Eins, entstehen 280 individuelle, unterschiedlich zugeschnittene Ferienwohnungen. Dabei gibt es Verträge mit der Gemeinde Binz, wonach die Anlage kein reines Ferienobjekt wird, sondern Eigentumswohnungen neue, potenzielle Ortsansässige anlocken soll.

Das Betongold

Der namhafte Architekt Daniel Liebeskind nannte den Riesenbau einmal als „das gebaute Böse“, das man am besten abreißen sollte. Es kam aber ganz anders – das einstige Nazi-Objekt KdF Seebad Prora wurde mit KdF Prora Eigentumswohnungen zu Betongold: Heute sind mehr als 95 Prozent aller Wohnungen in den ersten beiden sanierten Blöcken verkauft. Dabei kostet der Quadratmeter bis zu 6 500 Euro, wegen der Denkmalabschreibung unkompliziert steuerlich absetzbar. Im Block drei gibt es noch einige Eigentumswohnungen. Dort kostet der Quadratmeter zwischen 4 000 und 6 500 Euro.

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Prora heute

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Im Hotelteil stehen nach der Sanierung der Blocks am Strand 5 500 Gästebetten zur Verfügung. Sie ergänzen die sechszehntausend Gästebetten im zwei Kilometer entfernten Binz. In der Saison besuchen täglich mehr als dreißigtausend Menschen das Seebad Binz und machen das Flair dann mit dem Kölner Karneval durchaus vergleichbar.

Der Boom wird kommen und ist schon da

2016 wurden hier die ersten Ferienwohnungen bezogen, sodass Prora noch nicht in der Binzer Urlauberststistik auftaucht. Zudem fehlt wohl noch die coole, stimmige Atmosphäre. Aber die neuen Infrastrukturen sollen das Areal zum Traumort für alle machen. Für ein Prora heute.

Wie es Dir die zwei Top Hotels in Prora zeigen. Das ist einmal das Prora Hotel Solitaire und Prora Hotel DORMERO.

Wohn-Luxus und überbordendem Urlaubsspaß? Nichtsdestotrotz sollen die geschichtlichen Hintergründe nicht in Vergessenheit geraten. Museen und Dokumentationen sollen im Block fünf von der NS-Vergangenheit des KdF Seebad Prora und vom Leben der später dort stationierten NVA-Bausoldaten berichten.

Zudem soll Authentizität bewahrt werden. Um später einmal deutlich zu machen, welche Absichten einst hinter Prora standen. Und um das positive Lebensgefühl des Prora von heute sinnvoll zu ergänzen.

So wird das längste Gebäude der Welt bald noch weißer strahlen als der Sand, der hier so fein ist wie Puderzucker. Die Menschen auf ihren Glasbalkonen werden den grandiosen Meerblick genießen und dafür Bagger, Schutt und Baulärm noch einige Zeit tolerieren.

Sicher ist, dass es immer jene geben wird, die den Ort lieben und jene, die ihn hassen.

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